Erstattung von Gutachten: Financial Planning

Financial Planning - Große Inspektion für kleine Vermögen

 

Den Begriff "Outsourcing" kennen nicht nur Konzernlenker. Auch die privaten Haushalte geben immer mehr Aufgaben nach außen ab, angefangen vom Partyservice bis hin zur Kaminholzanlieferung. Auch wenn es um das Auto geht, vertrauen die Deutschen auf externe Fachleute. Denn selbst bei Schönheitsreparaturen an den mit Elektronik vollgestopften Karossen steuern die Bundesbürger die nächste Vertragswerkstatt an.

Nur beim Geld meint die Mehrzahl der Anleger weiterhin, sie könne es auf eigene Faust am besten managen. Eine teure Selbstüberschätzung, wie Analysen in den Großbanken schon seit längerem belegen. Denn die Rendite des Geld- und Sachvermögens der Durchschnittshaushalte dürfte sich so zwischen zwei bis vier Prozent bewegen. Meist fließt das Geld nach dem Zufallsprinzip in alle Richtungen: Dem Studienfreund werden Versicherungspolicen abgekauft, den Bausparvertrag vermittelt der Bankberater, die Tips für ein paar Neue-Markt-Aktien wurden dem Anlegermagazin entnommen und die Immobilien war ein Ratschlag des Steuerberaters. Kraut und Rüben eben, aber kein Konzept und schon gar nicht aus einer Hand.

"Small investors stay small" - Kleinanleger bleiben klein - heißt denn auch ein inoffizielles Motto vieler Geldprofis, bei den wirklich Betuchten vermehrt sich das Vermögen hingegen ordentlich. Wie kommt das?

Des Rätsels Lösung ist einfach. Die über Generationen hinweg reich gebliebenen Investoren leisten sich professionelle Vermögensverwalter, die mit System die Tresore füllen. Dabei ist das Grundmuster einfach. Die Risiken werden über Aktien, Renten und sogenannten Alternative Assets - also etwa außerbörsliches Wagniskapital oder Hedge Funds - gestreut. Hinzu kommen Immobilien oder Kunstsammlungen. Dann wird das Ganze um eine steuerliche Optimierung ergänzt, wobei Erb- oder Stiftungsrecht und die Auslandsbesteuerung eine Rolle spielen. Aber das ist schon eher die Champions League der Vermögensplanung.

Für einen Haushalt aus dem Mittelstand wäre schon mal ein guter Anfang gemacht, wenn er sein Vermögen auf Aktien- und Rentenfonds verteilt und den Rest als Dispositionsmasse in Geldmarktfonds hält. Bei qualifizierter Auswahl wäre das ein großer Schritt in die richtige Richtung. Bei fremdgenutzten Immobilien sollte man sich durchaus die Frage stellen, ob sie langfristig die richtige Anlage sind, denn selbst institutionelle Investoren erwirtschaften hier nicht selten einstellige Minusrenditen. Oft werden die Nebenkosten zu niedrig und die erzielbaren Mieten zu hoch angesetzt, außerdem kann man über offene Immobilienfonds mit weniger Risiko diese Karte spielen.

Versicherungen sind ein Thema für sich, aber eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit kann man nicht früh genug abschließen. Mit Geld, das nicht wirklich gebraucht wird oder verplant ist, kann dann auch gespielt werden - egal ob über Hochzinsanleihen oder Optionsscheine -, wenn man Spekulieren als spannendes Hobby betrachtet. Übrigens ist es auch für kleinere Geldbeutel mittlerweile kein Luxus mehr, eine professionelle Vermögensbetreuung in Anspruch zu nehmen. Vermögensbetreuung für ein Einzeldepot gibt es bereits ab 2.500 Euro. Und der Vermögensaufbau mittels einer strategischen Vermögensplanung ist auch für "Otto-Normal-Verbraucher" eine rentable Angelegenheit. Gute Zeiten also für eine neue Weichenstellung.

 

Was ist Financial Planning?

Unter Financial Planning versteht man die ganzheitliche Analyse und Planung aller finanziellen Vorgänge, die eine Privatperson oder einen Privathaushalt betreffen. Der Privathaushalt wird als eine Art Unternehmen betrachtet, dessen finanzielle Dispositionen zu untersuchen und zu optimieren sind. Die Optimierung orientiert sich dabei ausschließlich an Ihren Zielen, die ihm Rahmen der privaten Finanzplanung erhoben wird. Die Frage nach der besten Kapitalanlage, Finanzierung, Versicherung etc. läßt sich nur dann wirklich korrekt beantworten, wenn das einzelne Finanzprodukt im Gesamtzusammenhang mit all den anderen - häufig schon vorhandenen - Finanzprodukten gesehen wird. Auf die Vernetzung aller Einzelteile kommt es an.

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* Es erfolgt keine eigenständige Steuer- oder Rechtsberatung

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